Maria, Mutter Gottes, und Unser Mutter

Predigt für Hochfest der Gottesmutter Maria - 1 Januar

von Fr. Tommy Lane

Wir freuen uns sehr, heute die Mutter Gottes zu feiern. Der Titel “Mutter Gottes” ist einer der ersten Titel, die der Mutter Gottes gegeben wurden. Wir nennen sie Mutter Gottes, offensichtlich nicht, weil Gott von ihr kam, sondern weil sie Jesus geboren hat, der sowohl Gott als auch Mensch ist. Der Titel Mutter Gottes erinnert uns daran, dass Jesus sowohl göttlich als auch menschlich ist. Dies ist die perfekte Zeit, um Maria als Mutter Gottes zu feiern, die uns daran erinnert, nachdem wir die Geburt Jesu gefeiert haben, dass Jesus göttlich als auch menschlich ist.

Wenn wir über Maria als die Mutter Gottes nachdenken, erinnern wir uns, dass sie nicht nur die Mutter Gottes ist, sondern sie wurde die geistliche Mutter eines jeden von uns, als Jesus am Kreuz starb und sagte: “Siehe, deine Mutter.” Da alle Mütter in besonderer Weise mit ihren Kindern zugegen sind, wenn sie leiden, ist auch die Mutter Gottes immer bei uns, besonders wenn wir sie brauchen. Ein Beispiel für die Gegenwart unserer Mutter Gottes ist Papst Johannes Paul II., dessen Mutter starb, als er noch jung war, und dann nahm er die Mutter Gottes als seine geistliche Mutter in besonderer Weise. Dies sind die Worte von Kardinal Ratzinger während der Totenmesse für Papst Johannes Paul II:

Der Heilige Vater hat den reinsten Widerschein der Barmherzigkeit Gottes in der Mutter Gottes gefunden. Er, der im Kindesalter die Mutter verloren hatte, hat um so mehr die göttliche Mutter geliebt. Er hat die Worte des gekreuzigten Herrn gehört und auf sich persönlich bezogen: »Siehe deine Mutter!« Und er hat wie der Lieblingsjünger gehandelt: Er hat sie in seinem tiefsten Innern aufgenommen.

Während seines ganzen Lebens empfand Papst Johannes Paul II. die Führung der Mutter Gottes als seine Mutter, besonders am 13. Mai 1981, als er auf dem Petersplatz erschossen wurde. Er sagte später, dass eine Hand den Schuss abfeuern würde, aber eine mütterliche Hand den Weg der Kugel leitete, was bedeutete, dass die Mutter Gottes die Kugel davon abhält, ihn zu töten. Als Danksagung pilgerte Papst Johannes Paul II. im folgenden Jahr nach Fatima, und diese Kugel steht jetzt in der Krone der Statue Unserer Lieben Frau in Fatima.

So wie Papst Johannes Paul II. eine Pilgerfahrt nach Fatima zum Dank an die Mutter Gottes machte, danken wir auch der Gottes Mutter für ihre Fürsprache in vielerlei Hinsicht. Diese Feier heute ist eine schöne Art, sie zu ehren und außer der heutigen Feier haben wir zwei wichtige Feiertage, die Mariä Himmelfahrt am 15. August und ihre ohne Erbsünde Empfängnis am 8. Dezember. Wir ehren sie mit Wallfahrten zu ihren Wallfahrtsorten wie Mariazell, Altötting, Lourdes und Fatima. Viele Kirchen sind nach Unserer Lieben Frau benannt. Eine weitere wichtige Weise, in der wir der Mutter Gottes für ihre Fürbitte danken, ist es, jeden Tag den Rosenkranz zu ihr zu beten. Es ist ein schönes Geschenk von Rosen, um sie jeden Tag zu geben. Wir wissen, dass die Gottes Mutter uns liebt und wir lieben sie und sind glücklich, sie heute als Mutter Gottes und auch als unsere Mutter zu verehren.

© Fr. Tommy Lane 2018

Diese Predigt wurde in Österrich gehalten.

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